Beamtenbund Bonn/Rhein-Sieg

Armin Laschet bekommt „Lachenden Amtsschimmel“ verliehen

Armin Laschet erhielt den Orden "Lachender Amtsschimmel" und hielt anschließend eine humorvolle Dankesrede.

Armin Laschet erhielt den Orden "Lachender Amtsschimmel" und hielt anschließend eine humorvolle Dankesrede.

Bonn. Der Beamtenbund Bonn/Rhein-Sieg hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet den 30. „Lachenden Amtsschimmel“ verliehen. Der Ministerpräsident kam direkt aus den Koalitionsverhandlungen nach Bonn.

„Jetzt ist das passiert, was wir im Fastelovend eigentlich vermeiden wollen“, sagte Anja Pohl, ehemalige Bonna und Moderatorin der 30. Verleihung des Ordens „Lachender Amtsschimmel“ vom Beamtenbund Bonn/Rhein-Sieg (DBB) an den Ministerpräsidenten von NRW, Armin Laschet. Sie übernahm das Mikrofon von dem Vorsitzenden des Verbandes, Rainer Schwierczinski, der am Donnerstagabend vor den etwa 500 Gästen im Festsaal des Maritim-Hotels eine kaum enden wollende Begrüßungsliste von prominenten Gästen abgearbeitet hatte. Im Karneval seien wir doch alle gleich, so Pohl, „mer stonn zusamme in d’r Reih und schunkele“. Doch noch warteten auch Oberbürgermeister Ashok Sridharan, Joachim Stamp, Axel Voss, Christos Katzidisund Guido Deus zusammen mit vielen Mitarbeitern des Kreistags und der Bezirksvertretungenauf den zu Ehrenden, der sich auf dem Weg von Berlin nach Bonn befand.

Lieber die Bonna küssen als Angela Merkel

Achim Laschet gelang eine Punktlandung. Wenige Minuten vor der auf ihn gehaltenen Laudatio des vorjährigen Ordensträgers Reinhard Grindel, dem Präsidenten des Deutschen Fußballbundes, traf auch Laschet ein. Schwierczinski hatte ihn zuvor mit den Worten zitiert, dass es ihm wichtig sei, nach Bonn zu kommen. Laschet sei ja nicht nur Dienstvorgesetzter und oberster Arbeitgeber von etwa 300 000 Beschäftigten im Land NRW, sondern als echter Öcher auch fest mit dem Karneval verbunden. Der Ministerpräsident kam direkt aus den Koalitionsverhandlungen, zu denen er direkt nach der Ordensverleihung auch wieder zurückkehrte.

„Auch wenn sich Frau Merkel heute nicht ganz sicher war, ob Sie die richtige Priorität gesetzt haben“, sagte Bonna Alexandra III., die ebenfalls mit Prinz und Gefolge zur Begrüßung des Ministerpräsidenten erschienen war, sei sie sich sehr sicher, dass er richtig gehandelt habe. „Armin, Du bist ja »Bekenntnis-Bonner«, erzählst immer schöne Sachen über Bonn, aber ich glaube, Du hast noch nie eine Bonna geküsst“, leitete Grindel die Übergabe des Prinzenordens an Laschet ein, worauf er antwortete, dass er das nun nicht verraten könne. Aber er sicherte zu, dass er sich heute bei der Frage nach Angela Merkel oder Bonna, eindeutig für die Bonna entschieden hatte.

Am liebsten, so Laschet, hätte er nach seiner Auszeichnung mit dem Orden „Der lachende Amtsschimmel“ in seiner Rede auf die Spitzen in Grindels Laudatio reagiert, doch er hielt sich an sein Manuskript, in dem er sich der Prüfung eines Beamten auf seine Amtsschimmeltauglichkeit unterzog. Vorweg jedoch ließ er noch wissen, dass er nun aus der Berliner Perspektive heraus sagen könne, „dass die »Bonner Jahre« schon die besten Jahre gewesen sind.“ Natürlich blieb in seiner Rede auch die humorvoll verpackte Kritik am Wechselkurs der SPD nicht aus: Schließlich gehöre er ja zu denen, die noch regieren wollen. Joachim Stamp wolle auch, aber nur am Rhein, nicht an der Spree. „Die FDP will nicht. Und Schulz weiß noch nicht, ob er wollen soll und die Mitglieder müssen noch entscheiden, ob sie wollen dürfen.“ Er habe gehört, dass sich zum nächsten SPD-Parteitag der Papst angesagt habe, denn er wolle immer da sein, wo das Elend am größten ist.

Querbeat, Domstürmer, Marc Metzger und die Höhner sorgten anschließend dafür, dass auch beim politischen Gegner die Stimmung nicht auf der Strecke blieb.