Bonner Rosenmontagszug

So reagierten die Garden auf das Pferdeverbot

Pferde durften nicht mitlaufen, außer diese von den Karnevalsfründen Durschlöscher, die ihre ganz eigene Kavallerie haben.

Pferde durften nicht mitlaufen, außer diese von den Karnevalsfründen Durschlöscher, die ihre ganz eigene Kavallerie haben.

Bonn. Wegen des Sturms mussten einige Garden beim Rosenmontagszug in Bonn auf Pferde verzichten. Vor allem die Bonner Stadtsoldaten waren davon betroffen. Sie disponierten kurzfristig um.

Umdisponieren mussten die Garden, nachdem der Festausschusses Bonner Karneval am Sonntag entschieden hatte, wegen Sturms alle Pferde aus dem Rosenmontagszug zu nehmen. Wie berichtet, sollten Reiter der Bonner Ehrengarde sowie der Bonner, Beueler und Rheinbacher Stadtsoldaten den Zug durch Innen- und Altstadt anführen.

Besonders betroffen waren die Bonner Stadtsoldaten (BStC), die fünf Reiter stellen und 41 Bagagepferde vor insgesamt 25 Fahrzeuge spannen wollten. Nach Auflösung der Kavalleriegruppe ging nun jeder bei seiner eigenen Garde mit. Die BStC-Kameraden kamen auf der Feldschmiede unter, die dann von einem Traktor gezogen wurde. „Das ist da möglich“, sagte Kommandant Ralf Wolanski. Das treffe auch auf einige andere Wagen zu.

Die Masse wie Knubbelwagen und Munitionswagen der Artillerie kam auf einen Hänger und wurden von Transportern gezogen. Diese gemieteten Fahrzeuge waren ohnehin verfügbar, weil die Stadtsoldaten am Wochenende damit ihr gesamtes Material von Pützchen in Richtung Innenstadt transportiert hatten. „Es war eher ein Problem, Fahrer zu finden“, sagte Wolanski. „Es ist schade für alle, die so viel Arbeit reingesteckt haben.“

Wolanski denkt da insbesondere an Schirrmeister Frank Palmen, der sich um die unzähligen Anmeldungen und den Tüv kümmerte. In der Nacht zu Montag hatte er noch die Liste der Wagenengel organisiert. Der Kommandant respektiert die Entscheidung, auf Pferde zu verzichten. „Wenn das Wetter nicht mitspielt, dann ist das so.“

Das Wetter hatte auch Ehrengardenkommandant Thomas Janicke den ganzen Montagmorgen über kritisch beobachtet. „Für uns ist das kein großer Verlust“, sagte er dazu, dass seine fünf Reiter ihre Pferde nicht satteln durften. Die Reiter kamen nun auf Wagen unter. „Da wir ja keine Bagage haben, die gezogen wird, haben wir da keine Probleme.“ Janicke findet es schade, dass die farbenprächtige Reitabteilung der vier Corps nicht zustande kam. „Das wäre ein Höhepunkt gewesen.“ Aber gegen höhere Gewalt macht man nichts“, so der Kommandant.