Zug in Todenfeld

Fantasievolle Kostüme und viel "Trump-elei"

Den Kaugummi-Automaten über der Schulter hat das lecker Mädche.

Den Kaugummi-Automaten über der Schulter hat das lecker Mädche.

Rheinbach-Todenfeld. 406 Meter über Normalnull, 317 Einwohner – und ein Karnevalszug, der alljährlich Magnet für viele Jecke aus der gesamten Region ist.

Der „Dudevelde Zoch“ ist  bekannt für fantasievolle Gruppen, die besonders großzügig „Kamelle“ und allerlei leckeren Süßkram werfen. Die Organisatoren des Arbeitskreises Karneval im Ortsausschuss um Ortsvorsteher Reinhard Ganten kamen thematisch nicht an den aktuellen Geschehnissen auf der Weltbühne vorbei: „Trotz Brexit und Trump-elei – Dudefelder sin im Zoch dabei“.

Den Mottowagen zogen die ehrwürdigen Herren Richter in schwarzen Talaren und silbrig-weißen Perücken vom Kegelclub „Hu Holz“. Die Herren Richter aus Britannien und USA hatten sich in Todenfeld in Klausur begeben, um ihre Urteile sorgfältig abzuwägen, begründeten die Kegelbrüder. Die Zugspitze hatten traditionell wieder Marlies und Andreas Zeiger übernommen, die als bunte Lappeclowns mit ihrer von vielen Lagen Krepppapier und Luftballons dekorierten Drehorgel zu den festen Größen des Todenfelder Karnevalszuges gehören.

Ein herrlicher Anblick: die Todenfelder und ihr Freundeskreis, die als rote Kaugummi-Automaten mit knallbunten Füllungen und Kopfbedeckungen gingen. Einen riesigen Kaugummi-Automaten mit bunten „Kaugummis“ führten sie auf einem Karren mit. Feste Größe auch wieder die „Sürscher Mädsche“, die in diesem Jahr als flotte Bienen unterwegs waren. Als bunte „Trolls“ waren die Mitglieder der Familie Nolden/Braun mit dabei. Ihnen folgte der einzige große Prunkwagen des Todenfelder Zuges, die Jagdhütte der Junggesellen Ohne Dorf und deren Mädels, die als Jäger und bunt gemischte Gruppe Tiere unterwegs waren.