Weiberkarneval in Beuel: Künftige Wäscherprinzessin bezieht ihre Hofburg

Weiberkarneval in Beuel : Künftige Wäscherprinzessin bezieht ihre Hofburg

Das Restaurant "Zur Rheinbrücke" dient als Treffpunkt vor Auftritten. Nach getaner Arbeit nutzt Ariane I. die Hochburg als kulinarischen Rückzugsort.

Etwas anders als in vielen Jahren zuvor zog jetzt die „Noch net ävver dann“-Wäscherprinzessin Ariane I. samt Gefolge in ihre Hofburg ein. Brachte die Wäscherprinzessin früher selber oder mit Hilfe ihr Logo am Lokal „Rheinbrücke“ an, so verkündete ein Schild bereits am frühen Sonntagmorgen, dass hier die Hofburg der diesjährigen Tollität sei.

Dafür hatte Ariane Clever, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, ein besonderes Beueler Wahrzeichen dabei: die „Botz“ mit ihrem Namen. Wie nach einer gewonnenen Schlacht die Siegesfahne, schwang sie diese Trophäe auf der Leiter vor dem Lokal, obwohl die Schlachten erst noch geschlagen werden müssen.

Ihr zu Ehren und zur Unterstützung waren zahlreiche Damenkomitees erschienen, besonders natürlich das, dem Ariane selbst angehört – das Damenkomitee von Sankt Josef. „Wir sind stolz darauf, dass wir zum dritten Mal die Wäscherprinzessin stellen dürfen“, erklärte Brigitte Mohn, Präsidentin des rot-weißen Damenkomitees der katholischen Frauengemeinschaft St. Josef, wie der offizielle Name lautet. Mohn bestätigte erneut, dass Ariane in kürzester Zeit von 0 auf 100 durchgestartet sei.

Ariane sei auf der Suche nach einem Damenkomitee gewesen und eingetreten, sei Wäscherin im letzten Jahr geworden und jetzt Wäscherprinzessin. „Sie wird eine tolle Wäscherprinzessin“, war sich Mohn sicher, „so gut und so schnell, wie sich Ariane bei uns eingelebt und präsentiert hat.“ Jetzt sei in den nächsten Wochen die „Rheinbrücke“ der Ort in Beuel, wo man sich treffen oder wo man einen anstrengenden Tag ausklingen lassen werde.

„Und wer mich gut kennt, der weiß, dass ich gerne gut esse und gut trinke.“ Mit ihren Wäscherinnen, Katrin Kreuzer und Lisa Eyhoff, bestätigt sie: „Alles ist fertig, alles liegt parat, es kann losgehen.“ Noch sind sie nicht sehr nervös, höchstens angespannt, doch am Freitag, 1. Februar, wird es ernst. Dann ist nämlich im Beueler Brückenforum die Proklamation von Wäscherprinzessin Ariane I. angesagt.

„Jede Tollität hat eine Hofburg“, erklärte Ina Harder, die Obermöhn und damit Frontfrau des Beueler Karnevals und Wirtin der ‚Rheinbrücke‘. „Die Rheinbrücke ist seit über 25 Jahren die Hofburg der Wäscherprinzessinnen.“ So wisse jedermann in Beuel, meint Harder, wo man die Wäscherprinzessin antreffen könne, wenn sie nach ihren Auftritten hungrig und durstig nach Beuel zurückkomme. Harder: „Die Hofburg soll einerseits ihr Treffpunkt vor den Auftritten und andererseits ihr kulinarischer Rückzugsort nach den Auftritten sein.“