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Straßenkarneval in Lantershofen

Ein Prinz aus der "Kaplansfabrik"

LANTERSHOFEN.  Wenn es ein Dorf auf der Grafschaft gibt, das weltbekannt ist, dann ist es Lantershofen. Denn egal ob Benediktiner-Missionar Petrus Cremer in Tansania oder seine Amtsbrüder in Südamerika. Alle verbindet eins: Sie kommen aus der "Kaplansfabrik" auf Burg Lantershofen.
Jeck auf Karneval: Die Burggeister beim Veilchendienstagszug in Lantershofen.
							Foto: Martin Gausmann

Jeck auf Karneval: Die Burggeister beim Veilchendienstagszug in Lantershofen.

Foto: Martin Gausmann

Und die ist jeck drauf. Denn ob einer fehlenden Tollität guckten sich die Priesterseminaristen einfach einen der ihren aus, bauten flugs einen Festwagen und fuhren als Elferrat mit Prinz Mathias Michaelis im Veilchendienstagszug mit. Mit "40 Jahre Studienhaus, drum springt ein Monsignore raus" spielten sie auf die kürzliche Ernennung ihres Regens zum Kaplan des Papstes an.

Damit bewiesen sie die These des Bergischen Jung, Diakon Willibert Pauels: "Kirche und Karneval gehören zusammen." "Stimmt", fanden auch zwei Musiker, die im Zug durch das Dorf zogen: Ahrweilers Polizeichef Peter Krämer als Hornist des Panikorchesters und der Grafschafter Feuerwehrchef, Erich Krupp, der die dicke Trumm der Bengener Dorfmusikanten schlug. Aber auch ein Prinzenpaar gab's im Zug.

Rainer I. und Aloisia I. hatten aus Bengen nicht nur die Möhnen, sondern auch "Flönz to go" mitgebracht. Schmissig führte das Tambourcoprs der Junggesellen-Schützen den Zug an, in den sich besonders die Vereine des Dorfes, aber auch der Kindergarten Sankt Katharina mit "Fantasie - Fantadu" und der Männer- und Frauenchor mit "Grimms bunter Märchenwelt" einbrachten.

Gleich eine ganze Pyramide aus den Urwäldern Südamerikas hatten die Sportler des VfB Lantershofen auf ihren Festwagen gepackt, auch wenn sie sich als Scheichs ein bisschen im Erdteil vertan hatten. Aber das juckt in Lantershofen keinen, denn "Lantesche is en Jeföhl".

Rockig kamen die Burggeister daher, während die Bürgervereinigung stolz auf ihr Dorf zeigte. Hoch vom Lego-Wagen grüßten sie mit "2012 bringt neue Kraft, Lantesche ist märchenhaft". Und dafür, dass alles wie am Schnürchen fluppte, gab es zwei Garanten: die Freiwilligen der Feuerwehr und schier omnipräsent Ortsvorsteher Leo Mattuschek, der sich einmal mehr als Zugleiter bewährte.

Schön war's. Denn nicht nur auf den Straßen wurde gefeiert. Etliche Bürger hatten ihre Höfe geöffnet, schenkten großzügig aus und sparten auch nicht mit Leckereien. So ist Lantesche nun mal.

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