Narren schwimmen im grün-gelben Farbenmeer

<b>Die komplette Bühne </b>braucht die Hangelarer Ehrengarde, wenn sie wie bei ihrer eigenen Prunksitzung im Haus der Nachbarschaft mit Mann und Maus aufmarschiert.

<b>Die komplette Bühne </b>braucht die Hangelarer Ehrengarde, wenn sie wie bei ihrer eigenen Prunksitzung im Haus der Nachbarschaft mit Mann und Maus aufmarschiert.

Die Hangelarer Ehrengarde startet mit ihrer Prunksitzung in die Session - 440 Jecken sorgen für viel närrischen Wellengang

Sankt Augustin. Die Zeit des Wartens hat ein Ende. Seit knapp einer Woche hält König Karneval wieder das Zepter in der Hand. Am Samstag gab es auch für die Jecken in Hangelar kein Halten mehr. In Scharen erstürmten sie das Haus der Nachbarschaft, um mit der Ehrengarde Sankt Augustin-Hangelar in die neue Session zu starten.

Ausgelassene Stimmung und närrische Unterhaltung hatten die Grün-Gelben versprochen. Die Prunksitzung ließ denn auch keine Wünsche offen.

Die Ehrengarde hatte den Gürzenich zu Hangelar in ein grün-gelbes Farbenmeer getaucht. Grüne und gelbe Schirme hingen von der Decke, Fahnen schmückten die Tische und große Banner die Bühne. Kaum ertönten die ersten jecken Töne, geriet das Farbenmeer in Wallung.

So schlugen der Ehrengarde Wogen der Begeisterung entgegen, als sie in den ausverkauften Saal einmarschierte. Gelbe Rosen flogen, "Alaaf" schallte es fröhlich aus aller Munde, und 440 Jecken hielt es nicht mehr auf ihren Plätzen.

Eng wurde es auf der Bühne, als Präsident Norbert Ahlert seine Garde samt "Siegklang Meindorf" um sich geschart hatte. Die Karnevalisten und die Musiker machen seit sechs Jahren gemeinsame Sache. Da der Musikverein sein 35-jähriges Bestehen feiert, hat die Ehrengarde ihren musikalischen Begleitern den Sessionsorden gewidmet.

Ehe die Kleinsten Garde ihren neuen Tanz zeigten, schritt Ahlert zur ersten Ehrung des Abends. Er erhob Karl Kind und Peter Lichtenberg in den Stand der Rittmeister. Lichtenberg, in Hangelar bekannt als Polle-Pitter, lud die Garde zum Dank nach Köln in die Wagenhalle der Prinzengarde Köln, deren Generalleutnant er ist. Kind spendierte 222 Euro für die neuen Bambini-Trainingsanzüge.

Dass sie die verdient haben, stellten die jungen Tänzer gleich unter Beweis. Die jungen Eisbrecher bewiesen gleich, dass sie die auch verdient hatten, der jecke Funke sprang über und so hatten "Los Rockos" im Anschluss leichtes Spiel. Mit kölschen Karnevalsschlagern heizten die Musiker der Narrenschar so richtig ein.

Büttenredner Leo gönnte den Jecken nur eine kurze Verschnaufpause, strapazierte ihre Lachmuskeln aber so stark wie später auch der "Italienische Müllmann".

Die Hangelarer haben es genossen. Sie schunkelten mit "Et Fussisch Julchen", ließen sich vom Können der Ehrengarde-Kadetten sowie des Tanzcorps "Winzer und Winzerinnen us em Vringsveedel" begeistern und begrüßten die Sankt Augustiner Tollitäten Prinz Klaus I. und Augustina Renate IV. mit beinahe frenetischem Jubel. Als die "Kölner Ratsbläser" die Bühne erklommen, wirkten die Hangelarer plötzlich bedrückt. Wussten sie doch, dass die Musiker das Ende der Sitzung einläuteten.