KG Fidele Freunde Postalia: Jecken feiern beim Jubiläum wie die Weltmeister

KG Fidele Freunde Postalia : Jecken feiern beim Jubiläum wie die Weltmeister

Für die „Höhner“ war es wie ein Heimspiel. Bei der Jubiläumssitzung der KG Fidele Freunde Postalia zündete Präsident Arno Wichelhoven für die Kultband die erste Rakete des Abends.

Ob sich die deutsche Handballnationalmannschaft den WM-Titel holt? Die musikalische Unterstützung der „Höhner“ hat sie jedenfalls. Bevor die Musiker ins Siebengebirge reisten, spielten sie auf der Opening-Party der WM-Hauptrunde in Köln. In Königswinter trafen sie dann auf die Feier-Weltmeister vum Rhing – die CJD-Arena rappelvoll, wie schon eine Woche zuvor bei der GKKG.

„Jetzt geht's los“: Die Höhner begeisterten mit ihren Hits. Und dann gab „Ober-Hahn“ Henning Krautmacher kurze Choreografie-Hinweise zum aktuellen Höhner-Handball-WM-Lied „Komm, wir halten die Welt an“. Nun hieß es für die Sitzungsgäste: Beim ersten „Welt“ stockteif zu verharren, um bei Wiederholung des Refrains wieder aufzutauen. Der Frontmann: „Ihr seid großartig. Zum ersten Mal hat ein Publikum die Bewegung sofort drauf!“

Mit einem furiosen Finale von Drummer-Neuzugang Heiko Braun endete die vorgezogene „WM-Party“ in Königswinter. Sollte der Titel wirklich eingefahren werden? Krautmacher: „Dann stehen wir bereit!“ Schon 2007 hatten die Höhner mit einem WM-Lied die Handballer erfolgreich angefeuert.

Jubiläumssitzung der nun 90-jährigen Postalia

Absolut weltmeisterlich: die Jubiläumssitzung der nun 90-jährigen Postalia – ein Klasseprogramm aus Musik, Bütt und Tanz. Die Kleinen der eigenen Kindertanzgarde samt Solomariechen Jana Weidenbrück entzückten. Und die elegante Tanzsportgarde der Postalia zeigte ebenfalls, was sie drauf hat. Super: Solomariechen Cassandra Wichelhoven. Als die „Funky Marys“ auf der Bühne standen, holten sie auch Cassandras Vater vor den Elferratstisch. Die Kölner Mädels wussten, dass der Präsident lateinamerikanische Tänze mag – und ruck, zuck war er reif für einen Auftritt.

Die Bühne platzte aus den Nähten, als die 150 Mann starke Bürgergarde Blau-Gold auflief. Das Traditionscorps aus Köln bot ein herrliches Bild. Noch ein Aufzug: Das Prinzenpaar der Altstadt, Michael II. und Melanie I., machte mit Bagage und dem Feuerwehr-Spielmannszug seine Aufwartung.

„Ach, wie gut, dass niemand weiß“: Rumpelstilzje Fritz Schopps – einfach spitze! „Die Postalia ist 90, und ich bin seit 35 Jahren auf der Bühne.“ Et Rumpelstilzje hatte die neuesten Promi-Nachrichten auf Lager. „Tokio Hotel hat bei Heidi Klum eingecheckt.“ Und: „Was ist mit den Volksparteien passiert? – CDU und SPD haben sich von ihren Wählern getrennt.“ Auch die Fußball-Nationalmannschaft bekam ihr Fett weg: „80 Millionen waren voll motiviert, nur die Millionäre auf dem Platz hat das nicht interessiert.“ Das Publikum erhob sich, um Schopps zu huldigen.

Klüngelköpp mit phänomenaler Trommeleinlage

Auch Guido Cantz ging bei seinem Streifzug durch Politik und Gesellschaft auf die WM-Fußballer ein. „Die hatten ihren eigenen Friseur dabei“, sagte er und schüttelte den Kopf, „in Malente gab es keinen Friseur“. Dafür 1974 den WM-Pokal. Köstlich auch Klaus & Willi, diese freche Bauchredner-Puppe. Die beiden schafften es noch kurz vor Mitternacht, die Zuhörer mit ihrem „Zwiegespräch“ zu fesseln. „Das schönste Land auf der Welt ist Königswinter, das liegt nicht auf dem Mond, aber kurz dahinter.“

Mit den „Klüngelköpp“ flogen die Postalia-Besucher ins Finale – „mit em Ballon, dahin, wo die Stääne sin“. Sie waren aus dem Häuschen, als sämtliche Klüngelköpp eine phänomenale Trommeleinlage hinlegten. „Um diese Zeit so eine unglaubliche Stimmung – toll“, jubelte Frontmann Frank Reudenbach, der einmal unterbrochen wurde vom Postalia-Präsidenten, der Heinz Hoffmann, „den Adjutanten unseres Schützenkönigs Klaus Zinke“, zum 72. Geburtstag gratulierte. Rakete! Und die letzte Zugabe kam a cappella mit dem Publikum: „Wenn am Himmel die Stääne danze“. Die „Klüngelkopp-Chöre von Königswinter“ – sie waren bombastisch.