Beim ersten Kinderkarneval in Heisterbacherrott haben die Kleinen viel Spaß.

Premiere im Siebengebirge : Jecke Pänz stürmen den Gemeindesaal in Heisterbacherrott

Premiere beim Bürgerfestausschuss Heisterbacherrott: Zu ersten Mal richtet der Verein einen eigenen Kinderkarneval aus. Mehr als 60 kostümierte Pänz haben daran ihren Spaß.

Alle Hände voll zu tun hatten die Hesprotter Pänz am Samstag beim Kinderkarneval im Gemeindesaal der Emmauskirche. Schließlich galt es an diesem Nachmittag nicht nur wie jeck herumzuspringen, zu tanzen und Waffeln und Würstchen zu vertilgen, sondern auch fesche Tanzcorps und vor allem echte Prinzessinnen zu bestaunen. Erstmals hatte der Bürgerfestausschuss Heisterbacherrott eine jecke Party für die jüngsten Dorfbewohner veranstaltet – bislang mussten die Pänz zum Feiern immer in die benachbarten Orte „auswandern“. „Auf Dauer kein Zustand“, befand Vanessa Coosmann vom Bürgerfestausschuss. Sie hat nicht nur beruflich viel mit Kindern zu tun, sondern ist seit vielen Jahren im Karneval aktiv und hat unter anderem auch beim Kinderkarneval im benachbarten Thomasberg mitgemacht. „Ich habe mir gedacht, warum soll es so etwas nicht auch in Heisterbacherrott geben. Hier leben doch auch so viele Kinder.“

Gesagt, getan. Der gesamte Vorstand des Bürgerfestausschusses und zusätzlich Freunde und Bekannte halfen mit, um den Nachmittag für die Kinder zu einem Erlebnis werden zu lassen. Dafür sorgten auch die Ittenbacher Oelbergpiraten, die Bockerother Sternschnuppen, die Strücher KG und die KG Me brängen et fädig, die mit ihren Kinder- und Jugendtanzcorps einen Besuch abstatteten. Um sich bei den Gästen für die tollen Darbietungen karnevalistisch korrekt bedanken zu können, hatten die kleinen Jecken zuvor eigens Raketen und Schlachtrufe geübt – von „Quietsch-Fidel“ bis hin zum „Piraten-Ahoi“.

Eltern fungierten als Laufburschen

Einen richtigen Kinderelferrat gab es bei der Veranstaltung zwar noch nicht. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. „Wir wollen das Ganze erstmal langsam anlaufen lassen. Wenn der Kinderkarneval gut angenommen wird, würden wir ihn natürlich gerne noch weiter ausbauen“, so Coosmann. Die Zeichen stehen nicht schlecht, denn im Gemeindehaus war an dem Nachmittag tierisch was los. Mehr als 60 bunt kostümierte kleine Jecken waren mit ihren Eltern gekommen, um Fastelovend zu feiern.

Die Mütter und Väter waren bei der jecken Kinderparty eigentlich nur geduldet – als Laufburschen, um für Nachschub an Essen und Getränken zu sorgen. Oder um die Kamelle, die Prinzessin Muriel I. aus Thomasberg und ihre junge Amtskollegin Jette aus Niederdollendorf verteilt hatten, gegen Übergriffe benachbarter Raubtiere, Piraten, Hexen oder Supermänner zu verteidigen. Zum krönenden Abschluss stattete die große Altstadtprinzessin Annika I. einen Besuch ab.