Siegburger Awo feiern in Kaldauen

Jeck wie eh und je: Die Besucher der Seniorensitzung in Kaldauen.

Jeck wie eh und je: Die Besucher der Seniorensitzung in Kaldauen.

Mit ihren 93 Jahren war sie zwar nicht die älteste Dame im Saal, wohl aber auf der Bühne. Und dort fühlte sich Franziska Heinen, von Sitzungspräsident Hans-Willy Caspar als "ältestes Tanzmariechen Siegburgs" vorgestellt, sichtlich wohl.

Siegburg. Mit ihren 93 Jahren war sie zwar nicht die älteste Dame im Saal, wohl aber auf der Bühne. Und dort fühlte sich Franziska Heinen, von Sitzungspräsident Hans-Willy Caspar als "ältestes Tanzmariechen Siegburgs" vorgestellt, sichtlich wohl.

Besonders in dem Moment, als Bürgermeister Franz Huhn und sein Vize Martin Rosorius während der Ordensverleihung vor ihr niederknieten. Ihren angestammten Platz im Elferrat überließ die Grande Dame der Karnevalsgesellschaft "Die Tönnisberger" dann aber doch einer Jüngeren. Und so konnte sich Franziska Heinen am Freitagnachmittag einmal zurücklehnen und zusammen mit rund 160 Jecken die große Seniorensitzung im ausverkauften Heinz-Böttner-Haus genießen.

"Mer stonn och widder Kopp in Sieburch", hatten die Siegburger Arbeiterwohlfahrt (Awo) und die Tönnisberger ihre nunmehr 35. gemeinsame Sitzung überschrieben. Und Kopf standen die Jecken im Kaldauer Saal gewissermaßen von Anfang an. Statt "Alaaf" riefen sie "Awo" oder gar ein stimmungsvolles "Halleluja" aus - eine Anlehnung an den Speimanes aus dem Kölner "Hänneschen Theater", wie Hans-Willy Caspar, Präsident der Tönnisberger, erklärte.

Gelegenheit zum jecken Jubel bot das mit Spitzenkräften des Kölner Karnevals und mit Siegburger Größen gespickte Programm reichlich: Angefangen bei den Siegburger Kindertollitäten, Prinz Marcel I. und Kindersiegburgia Amelie I., und der Jugend der Siegburger Funken Blau-Weiss über den frisch gekürten "Goldenes Herz"-Träger und Bauchredner "Gérard mit Dino und Freddy" und "Ne Kistedüvel" (Thilly Meester) bis hin zur Siegburger Band "Jot Drop".

Prinz Wolfgang III. und seiner Siegburgia Marlies I., die samt Gefolge das Bürgerhaus eroberten, oblag schließlich ein ganz besonderer Moment: Sie zeichneten zusammen mit dem Awo-Vorsitzenden Michael Keller die ältesten Besucher der Seniorensitzung aus: Josefine Schimmelpfennig und Heinrich Fielenbach, beide 95 Jahre alt und immer noch jeck wie eh und je.