Möhnen-Karneval im Kreishaus

Möhnen im Kreishaus : Landrat Jürgen Pföhler schunkelt mit 250 Wievern

Dreimal elf Möhnengruppen waren der Einladung des Landrats nach Ahrweiler gefolgt. Rund 250 bunt kostümierte Damen jeglichen Alters, aber alle jung geblieben, machten Kreisoberhaupt Jürgen Pföhler ihre Aufwartung.

Es gibt sicherlich unangenehmere Termine für Landrat Jürgen Pföhler und den Ersten Kreisbeigeordneten Horst Gies, als mit 250 Möhnen aus allen Teilen des Kreises zu schunkeln, zu feiern und hier und da ein Bützje zu verteilen. Im Ahrweiler Kreishaus fand zum 35. Mal der Möhnenempfang des Landrats statt.

Dabei war Landrat Pföhler bereits zum 21. Mal Gastgeber und machte klar, dass er sich diesen Termin nicht nehmen lässt: „Der Möhnenempfang ist mir eine Ehre, hier kommt mir keiner in die Quere.“ Das Bützen überließ der Landrat übrigens komplett seinem Vertreter, ein Virus ließ grüßen.

Drei Mal elf Möhnengruppen des Kreises waren der Einladung nach Ahrweiler gefolgt, rund 250 bunt kostümierte Damen jeglichen Alters, aber alle jung geblieben, machten dem Kreisoberhaupt im Defilee ihre Aufwartung. Dort, wo ansonsten der Kreistag sitzt und berät, wurde nun gelacht und gefeiert. Bei einem Glas Sekt oder zwei gab es für die Möhnen den Orden des Kreises. Diese antworteten mit allerlei Geschenken. Dabei tat Pföhler kund: „Ich muss euch sagen, ganz ohne Scherz, für Euch Möhnen schlägt mein großes Herz.“

Das kam natürlich an bei den Klieburger Möhnen, Stadtmauere Möhnen oder Meescheje Bömmesche. Aus allen Teilen des Kreises waren die närrischen Damen ins Kreishaus geströmt, um des Landrats Botschaft zu hören: „Mit den Schönsten der Schönen, wem sage ich das, macht Karneval gleich doppelt Spaß.“

Für jecke Unterhaltung zwischen den Defilees sorgte tanzend Solomariechen Theresa Appel von der KG Rot-Weiß Bachem. „Et Vingströschen“ Rosi aus Köln-Vingst machte den Frauen klar, dass das Leben und die Männer im kölschen Veedel auch nicht anders sind als an der Ahr. Das Männerballett der Vulkan­elfen aus Niederzissen zeigte Filigranes, und für die Stimmungsband „Schäl Pänz“ war es leichtes Spiel, den ehrwürdigen Sitzungssaal zum Kochen zu bringen. Schnell waren die einleitenden Worte Wahrheit geworden, denn da hatte das Kreis­oberhaupt versprochen, „hier eine richtige Party zu machen“.