Zug durch Rheinbreitbach: Farbenprächtig und mit viel Fantasie

Zug durch Rheinbreitbach : Farbenprächtig und mit viel Fantasie

Bunt kostümierte Jecke feiern ausgelassen beim Zoch durch Rheinbreitbach. „Space-Bürger“ und Regenbogenfische gehören zu den Highlights.

Ein Karnevalszug der Superlative zog am Sonntag durch Rheinbreitbach: Vorbei ging es hoch oben über dem Ortskern, fast in Höhe des ehemaligen Waldschwimmbads, an Prinz Moritz I. „aus dem Hause Tjaden“ und Prinzessin Lilli I. „aus dem Hause Menge“ mit ihren Pagen, Amelija Kücükbal und Tim Homey. Dabei bot sich dem Prinzenpaar von seinem mächtigen Prunkgefährt aus ein grandioser Ausblick auf zahlreiche bunt kostümierte Jecken und fantasievolle Motivwagen. Dann machte es sich hinter dem Wagen der KG „Me haalen et us“, über dem sich drei rot-weiße Luftballon-Triumphbögen wölbten, selbst auf den Weg durch die Straßen des Ortes.

Die wurden von unzähligen knatschverdötschten Narren gesäumt, die ihre Tollitäten nicht nur wegen des anhaltenden Kamelleregens frenetisch feierten. Hinter den Weckmöhnen kullerten dicke rote Äpfel vorbei, in die sich die grünen Daumen vom Obst- und Gartenbauverein verwandelt hatten. Die Mitglieder des Bürgervereins waren derweil als „Spacebürger“ mit der silberglänzenden Rakete auf dem Weg zum „Wolkenplatz“. Die Sprache verschlagen hatte es den Fußballern vom SV Rot-Weiß, sodass sie lieber gleich pantomimisch den Jecken „Ohne Worte“ ihr Leid klagten. Ganz und gar nicht stumm dagegen waren die „Regenbogenfische“, die aus den Aquarien des Maria-Magdalena-Kindergartens aufs Trockene entwischt waren.

Wie in den Vorjahren machte ruckizucki auch die KG Unkel den Breitbachern ihre Aufwartung, natürlich mit Prinzessin Constanze I. samt Ehrendamen. Freuen konnte sich das Trio etwa über die grünen und roten Trauben der Breitbacher Schiefergewächsauslese, von der die Junggesellen um ihre Küfer und den Bacchus in höchsten Tönen schwärmten. Der Weingott konnte sich gleich beim „Sonnenschein-Zirkus“ Tiger für seinen Triumphwagen ausleihen. Aber auch jede Menge anderes Getier, von Affen über Schlangen bis hin zu Zebras, hatten die Dompteure und Zirkusdirektoren mitgebracht, während sich die „Sporteck-Hexen“ in farbenprächtig-schillernde Paradiesvögel verwandet hatten.

Noch tierischer ging es beim Stammtisch „Mer losse et krache“ zu, der zumindest die gefährlichen Grizzlys und Eisbären in Käfige gesperrt hatte, während Krokodile und Elefanten, Tiger und Löwen frei herumliefen. Gut, dass die bestens bewaffneten Cowgirls und -boys der Breitbacher Rotte ganz in der Nähe waren und so die Sicherheit gewährleisten konnten. Ein grandioser Schachzug von KG-Chef Michael Frings, der seinen „Köbessen vom 40. Parkfest“ auf einer von leeren Bierkränzen überquellenden Zapfanlage vorausfuhr und zufrieden konstatierte: „Mir Breitbacher bruche kene, der us säht, wie mer Fastelovend fiere dät!“

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