Zum Jubiläum regnet es Auszeichnungen

Zum Jubiläum regnet es Auszeichnungen

Den 50. Geburtstag der KG Grün-Weiß Oberwinter feiern viele Gratulanten mit - Im "Liederkranz" steht die Wiege des Vereins

Remagen-Oberwinter. Der Oberwinterer Glaspalast stand am Wochenende ganz im Zeichen eines runden Geburtstages. Seit einem halben Jahrhundert verbreitet die KG Grün-Weiß Oberwinter Frohsinn und gute Laune.

Das galt es zu feiern. Prinzenpaare, Remagener Offizielle und örtliche Vereine pilgerten am Freitag zum Festkommers in den Glaspalast, um der KG zum 50. Geburtstag zu gratulieren.

In der bunt geschmückten Halle drehte sich alles um dieses bemerkenswerte Jubiläum. Eine Fotowand erinnerte an sämtliche 48 Prinzenpaare, die die Grün-Weißen von der Gründung bis zum heutigen Tage durch die fünfte Jahreszeit geführt haben. Die stattliche Zahl wird angeführt von Prinz Karl I. (Vogels), der im Jahre 1953 als Erster das närrische Zepter in Oberwinter schwang.

In Takt gebracht vom heimischen Tambourcorps, marschierte unter dem ohrenbetäubenden Jubel der versammelten Narrenschar das Jubiläums-Prinzenpaar Otto I. und Gisela I. (Assenmacher) erstmals in den vollbesetzten Glaspalast ein.

"Die Entscheidung, Prinz in Wölle zu sein, ist mir nicht schwer gefallen. Ich bin stolz, dieses ehrenvolle Amt wahrnehmen zu können", verkündete Otto gerührt.

Die Gratulationscour eröffnete Schirmherr Professor Horst Walter Endriss mit einer vielbeachteten Ansprache. "Die KG hat den Karneval in Oberwinter erhalten, gepflegt und gefördert", sagte Endriss.

In den vergangenen 50 Jahren habe sie Lebensfreude, Humor, Optimismus, Mut und eine positive Einstellung vermittelt. "Das sind Eigenschaften, die angesichts eines drohenden Krieges ganz besonders wichtig sind.

Die Grün-Weißen tragen so dazu bei, die Sorgen des Alltags zwar nicht zu vergessen, sie aber besser bewältigen zu können", meinte der Schirmherr, der sich wünschte, dass diese sympathische und lebendige KG noch lange zur Pflege des heimischen Brauchtums beitragen und die Liebe der Oberwinterer zu ihrem Ort fördern möge.

Sitzungspräsident Ralf Otto dankte Endriss für die lobenden Worte und überreichte ihm als Zeichen der Verbundenheit den Sessionsorden, den Jubiläumsschal und einen guten Tropfen von der Ahr.

Der besondere Gruß Ottos galt dem ältesten und zugleich Ehrenmitglied Josef Zens, der 92-jährig immer noch mit von der Partie ist, wenn es um seine Grün-Weißen geht.

Die Lacher auf seiner Seite hatte nicht zuletzt auch Bürgermeister Herbert Georgi, der mit einer humoristischen Analyse über das Wesen eines Grußwortes das Zwerchfell der Jecken mächtig in Wallung brachte.

Außerdem brachte er gegenüber der KG seine große Hochachtung zum Ausdruck. Sie verstehe es meisterlich, ihr Publikum Jahr für Jahr prächtig zu unterhalten.

Für die Oberwinterer Vereine überbrachte Ortsvorsteher Hans Metternich die herzlichsten Glückwünsche. Die Feuerwehr, der Junggesellenverein, die Schützen, der Tischtennisverein, der St. Josefs-Verein, das Tambourcorps und der SPD-Ortsverein hatten ihm jeweils einen Umschlag mit einer Unterstützung mitgegeben.

Weitere Gratulanten waren Franz-Josef Weber als Vorsitzender des Festausschusses Oberwinterer Karneval, der Sportkreis-Chef Fritz Langenhorst und Senatspräsident Hermann-Josef Jahn, der der Gesellschaft zur Feier des Tages einen Scheck über 2 000 Euro mitgebracht hatte. Und schließlich gratulierte der MGV "Liederkranz" mit einem Ständchen.

Bei der Gelegenheit erinnerte der MGV-Vorsitzende Hans Kessel daran, dass es ohne den "Liederkranz" gar kein Jubiläum gäbe. Denn es waren ausschließlich aktive Sänger, die am 2. Februar 1953 im "Goldenen Anker" beschlossen hatten, eine eigenständige KG zu gründen.

Willi Fuhrmann zeichnete für den Verband Rheinischer Karnevalistischer Korporationen zeichnete sechs Mitglieder aus. Die bronzene Verdienstmedaille ging an den Prinz von 1968 und langjährigen KG-Vize Helmut Hausen, den Prinzen von 1995 und ehemaligen Festausschusschef Joachim Lindlohr und den Wagenbauspezialisten Hans-Georg Gimnich.

Die silberne Ausführung verdienten sich Hermann-Josef Jahn, der 1972 das närrische Zepter in Oberwinter schwang, und Dieter Stark, der vier Jahre lang den Grün-Weißen vorstand und 1985 das Amt des Prinzen bekleidet hatte.

Die goldene Verdienstmedaille des RKK verlieh Fuhrmann an Ralf Otto, der ebenfalls vier Jahre lang KG-Chef war, 1974 das Prinzenornat trug und seit 1989 als Sitzungspräsident souverän durch die Veranstaltungen der Oberwinterer KG führt. Am Sonntag feierten die Oberwinterer gleich weiter: mit ihrer großen Jubiläumssitzung.