40.000 Jecken: 45 Wagen und 27 Fußgruppen beim Troisdorfer Karnevalsumzug

40.000 Jecken : 45 Wagen und 27 Fußgruppen beim Troisdorfer Karnevalsumzug

Der Karnevalszug durch Troisdorf war in diesem Jahr um einiges größer als im Letzten. 45 Wagen und 27 Fußtruppen waren dabei.

Die Rufe nach Lukas Podolski waren laut und eindringlich, säumten doch zahllose Fans des 1. FC Köln den Zugweg durch Troisdorf. Gut 40 000 Jecken, so schätzt Zugleiter und Troisdorfs Festausschuss-Präsident Hans Dahl, hatten sich in die Aggerstadt begeben, um dem Straßenkarneval zu frönen.

Pünktlich um 13.30 Uhr setzte sich der Tross aus fünf Musikgruppen mit 130 Musikern, fünf Tanzcorps, 24 Bagagewagen, 21 Großwagen und 27 Fußgruppen in Bewegung, und wo die Musikgruppen nicht aufspielten, dröhnten wattstark die Lautsprecher auf den großen und kleinen Wagen die Karnevalsmusik in die schunkelnde und feiernde Menge. Jedenfalls war der Zug nochmals um einiges größer als im vergangenen Jahr.

An der Ecke Blücherstraße/Moselstraße grüßten alle Teilnehmer traditionsgemäß das gesamtstädtische Prinzenpaar Heinz Peter I. und Gerda II. (Holländer), die sich auch vom teilweise trüben Wetter nicht die Stimmung verderben ließen. Auch schon Tradition: Zu Beginn des Zugweges in der Blücherstraße knubbelten sich Hunderte Süßigkeitensammler, riefen ihr "Kamelle, Kamelle" oder "Strüßje, Strüßje". Die waren aber in diesem Jahr eher spärlich gesät. Am Ursulaplatz/Forum dann brandete der Jubel des närrischen Volkes wieder richtig den Akteuren des Zuges entgegen.

Da hatten die 216 Wagenengel reichlich konzentrierte Arbeit abzuliefern, um die eifrig nach Wurfmaterial haschenden Jecken von den Fahrzeugen fernzuhalten. Hier und da taten sich auf der Kölner Straße Zuglücken auf, weil die Wagen der Gesellschaften häufiger bei ihren Fans stoppen mussten, um sie gut mit Kamelle oder Piccolos zu versorgen. Was der guten Laune aber keinen Abbruch tat, denn dann reichte die Musik aus Gaststätten oder Privatwohnungen aus, um den Stimmungspegel auf hohem Niveau zu halten.

Erst kurz vor dem Rathaus und der Stadthalle wurde die Zahl der Jecken geringer, viele waren schon ob des einsetzenden Regens in die Stadthalle geeilt, um dort weiterzufeiern. Den Schauer aber steckten die anderen Karnevalisten locker weg, denn überwiegend war es während des Zuges trocken geblieben, und das närrische Volk hat ohnehin Sonne im Herzen.