Zug in Bornheim: Eine neue Bahnline in den Westen

Zug in Bornheim : Eine neue Bahnline in den Westen

Die Botzdorfer Blüten schocken die Jecken in Bornheim mit Irokesenschnitt und Ratten auf den Schultern

Mit reichlich Verspätung startete der Bornheimer Zug vom Reuterweg, beschienen von einer freundlichen Sonne, die die am Wegesrand Frierenden aber nicht richtig zu wärmen vermochte. Bereits vor dem Start des Zochs war für die Alten Herren des SSV Bornheim zunächst einmal Schluss: Der amerikanische Schulbus, mit dem die Gruppe sich kutschieren lassen wollte, blieb stehen und machte keinen Mucks mehr.

Mit einem flott organisierten Ersatzbus von Spargel Ritter fügte sich die Gruppe der Mini-Mäuse wieder in den Zug ein. "Da habe ich vor Schreck ein Ohr verloren", kommentierte Christian Katke von den Alten Herren das kleine Drama.

Für die anderen Gruppen lief es entspannter: Kamelle, Strüßjer, Bützche inklusive. Vorneweg die Ostfriesen in traditioneller Robe. Die "Koppnödelsche" hatten sich in Clowns verwandelt. Luftballons an langen Bändern umtanzten sie. Die "Funnys" waren zu Mäusen im Käse geworden. Den mussten sie allerdings mit Mäusen, die auf ihren Schultern saßen, teilen. Die Gruppe "De Schwadschnüss" hatte sich als Wikinger verkleidet und führte ein riesiges Schiff mit laut wummernder Anlage mit.

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Ihnen folgten die "Tussis vom Bau" alias Bonneme Jecke. Mit ihren mit rosa Federn geschmückten, rosa Bauhelmen sahen Männer und Frauen gleichermaßen verführerisch aus. Eine Gruppe Eskimos war aus Bergheim angereist und tanzte sich mitsamt Hundeschlitten warm. Die Gruppe "Eene fällt immer" zeigte sich in einem besonders phantasiervollen Kostüm: Als farbenfrohe Blumenvasen entzückten sie die Jecken an den Straßenrändern.

Auch die "Botzdorfer Blüten" machten eine gute Figur: Als pinke Punker mit Irokesenschnitt, Ratten auf den Schultern und silbernen Nasenringen waren sie echte Hingucker.

Die Gruppe "Dabei sein ist alles" kam als Gruppe von Pustefix-Flaschen und trug schillernde Blasen auf den Köpfen. Den Junggesellen aus Brenig und ihrer imposanten Dampflok folgte eine Gruppe von hinreißenden grünen Monstern aus der Tonne aus der Sesamstraße. Eine besondere Freude war die Gruppe der Bonner Werkstätten und ihrer Tollitäten Klaus-Peter I. und Ute I. In Ermangelung eines Prinzenpaares bildete der Wagen der letztjährigen Tollitäten Mike und Susi den Abschluss des Zuges.

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