Karneval in Bornheim: So waren die Frauensitzung in Dersdorf und das Mitsingkonzert in Roisdorf

Karneval in Bornheim : So waren die Frauensitzung in Dersdorf und das Mitsingkonzert in Roisdorf

Die Sitzung der Frauengemeinschaft Dersdorf hat ihr zehntes Jubiläum in der Halle des Erdbeerhof gefeiert. In Roisdorf standen beim Mitsingkonzert im Festzelt jecke Ohrwürmer auf dem Programm.

Die Stimmung war schon bestens, da hatte die Sitzung der Katholischen Frauengemeinschaft Dersdorf (kfd) noch gar nicht angefangen. Kein Wunder: Wieder einmal war der „Gürzenich von Dersdorf“ am Samstag mit 180 gut gelaunten Krümelmonstern, Zwergen, Sahnetörtchen und Froschköniginnen voll besetzt. Mit vereinten Kräften hatte die Frauengemeinschaft die Halle des Erdbeerhofs von Werena und Konrad Schwarz mit bunten Luftballons und Clowns in einen gemütlichen Saal verwandelt.

„Wir sind sehr froh, dass unsere Sitzung nun schon zum zehnten Mal hier stattfinden kann“, freute sich Teamsprecherin Karin Metz. Seit der Gründung der Frauengemeinschaft vor 60 Jahren hat die Karnevalssitzung, deren Programm fast ausschließlich durch Kräfte aus den eigenen Reihen gestaltet wird, einen festen Platz im Kalender.

Diesmal sorgten 13 Protagonistinnen mit Sketchen wie „Pillen im Wasser“, „Der Fotograf“ und „Die Jubiläumsshow“ für gute Laune. Neben der Tanzgruppe Dance for Liberty und dem Tambourcorps Dersdorf statteten den Frauen auch das Waldorfer Kinderprinzenpaar Hannah I. und Maria I. (Preiß) sowie das Kardorfer Dreigestirn einen Besuch ab.

Für die Organisation der Sitzung zeichneten sich Karin Kreuel-Schwarz und Yvonne Gierlich verantwortlich. Die passende Musik steuerte Jan Lindner bei, der auf der Bühne in guter Gesellschaft war. Denn erstmals in der Vereinsgeschichte übernahm ein Mann die Moderation der Sitzung: Simon Lanzerath, Neffe von Werena Schwarz, hatte sich bereit erklärt, als Vertretung für die schwangere Michaela Klinke durch den Nachmittag zu führen. Das 60-jährige Jubiläum der Frauengemeinschaft war bei der Sitzung noch kein Thema. Voraussichtlich soll es zum runden Geburtstag im Herbst eine eigene Veranstaltung geben, kündigte Metz an.

■ Der Anfang war ein wenig verhalten, aber nach einigen Liedern wurde im Festzelt auf dem Dorfplatz in Roisdorf kräftig mitgesungen – und vor allem miteinander geschunkelt. Nach 2019 veranstaltete der Ortsausschuss um den Vorsitzenden Wolfgang Mertgen in diesem Jahr zum zweiten Mal unter dem Motto „Sing mit Roisdorf“ ein Mitsingkonzert mit kölschen Liedern.

Und wie auch schon bei der Premiere sorgten die Musiker Marco Wilden (Gitarre/Gesang), Robert Sins (Bass/Gesang) – beide sind durch ihre Band InSaints bekannt –, Daniel Dierschke (E-Gitarre/Gesang), Andreas „Ötsch“ Hellmann (Schlagzeug) und der Wirt der Gaststätte Zur gemütlichen Ecke, Hans Hamacher (Keyboard), für beste karnevalistische Stimmung. „Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr war es für uns keine Frage, eine weitere Veranstaltung dieser Art auf die Beine zu stellen“, stellte Hamacher fest. Und mit rund 350 kostümierten Jecken war das Festzelt ausgesprochen gut gefüllt.

Die meisten Songs waren bekannte Ohrwürmer von den Bläck Fööss, Kasalla und Co. Wer die Musik erkannte, den Text aber nicht mehr flüssig beherrschte, warf hin und wieder einen Blick auf die Leinwand, auf der jeder Text zum Mitsingen einlud. Ob Klassiker wie „Drink doch ene mit“, „In unserem Veedel“ (Bläck Fööss), Kasallas „Stadt mit K“, „Echte Fründe“ von den Höhnern oder Schätzchen wie „Ich han nen Deckel“ aus den 70er Jahren von den Bläck Fööss oder Willi Ostermanns „Schmitze Billa“ – die älteren und jüngeren Zuhörer sangen und schunkelten begeistert mit.

Der Eintritt war frei, damit „jeder dabei sein kann. Das hat hier eher etwas von Kneipen-Atmosphäre, in der man gemeinsam feiern kann“, machte Dierschke deutlich. Unters Volk gemischt hatten sich auch Roisdorfs Tollität Sandra III. (Kurth) und einige ihrer Kollegen aus der Region. Die weiteste Anreise hatte das Ehepaar Reuter aus dem Allgäu hinter sich gebracht, wie sich beim Konzert herausstellte.